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Bürgerbegehren

PRESSEMITTEILUNG



Bürgerbegehren "Retten Sie die Emil-Andresen-Straße!" im Bezirk Hamburg-Eimsbüttel – Drittel-Quorum erreicht!
 
In der Emil-Andresen-Straße gibt es nach wie vor keine Entscheidung, dass die 30 schützenswerten Ahornbäume bestehen bleiben.
Obwohl Anwohner des Quartiers mit kreativem Protest, u.a. Lesen für Bäume und Lichtkunstwerke mit Michael Batz, auf die Situation aufmerksam gemacht haben, war von Seiten der Politik und der Verwaltung bisher immer zu hören, dass die Bäume nicht zu retten seien.
Anfang September 2009 initiierte die Bürgerinitiative das Bürgerbegehren „Retten Sie die Emil-Andresen-Straße“. Innerhalb von gut einem Monat kam das so genannte „Drittel-Qurom“ zustande, welches die Bäume für mindestens weitere drei Monate vor der Kettensäge schützt. Es zählt allerdings weiterhin jede Stimme der Bürgerinnen und Bürger des Bezirks Eimsbüttel und es kann nach wie vor unterschrieben werden. Denn für das Zustandekommen des Bürgerbegehrens und somit zur Rettung der Ahornbäume werden insgesamt ca. 6000 gültige Unterschriften benötigt.
Die Bürgerinitiative steht mittlerweile, nicht zuletzt aufgrund der Proteste und des Drucks des Bürgerbegehrens, in einem Dialog mit Politik und Bezirksverwaltung, um eine Straßenbau-Variante zu erwirken, die alle Belange berücksichtigt. Dabei soll die Maßgabe – Baumschutz – als Grundlage gelten und einfließen.
Das Bezirksamt will nach einem bereits erfolgten Gesprächstermin zu einem durch die Bürgerinitiative angeregten Planungs-Workshop einladen.



 

Am 18.10.09 beantwortete Oliver E. ausführlich die Frage einer Anwohnerin zum Thema Straße, Bäumefällen, Bürgerbegehren:

als Mitiniator des Bürgerbegehrens zur Rettung der Bäume der Emil-Andresen Straße habe ich ihre Frage und die Antwort der GAL als Info erhalten.

Sie fragen zu recht und eigentlich ist es genau diese kurze Frage, die uns die interessierten Anwohner in dem bisher schon sehr langem Kampf zur Rettung der Bäume der Emil-Andresen Straße stellen. Nachdem sich fast alle Bewohner geschlossen mit einer Unterschriftenaktion vor 1 1/2 Jahren an den Bezirk wandten und nichts seitens der Bürgervertreter (keine Gespräche mit der Bürgerinitiative, keine Unterlagenbereitstellung etc.) passierte, haben wir uns entschlossen, das einzige in Hamburg seit kurzem ja auch bindende politische Mittel des Bürgerbegehrens zu initiieren. Seitdem sammeln wir Unterschriften von Bürgern im Bezirk Eimsbüttel und haben die erste Hürde (Drittel-Quorum) für eine erste Sperre erreicht. Damit sind etwaige geplante Baumaßnahmen erst einmal für drei Monate gestoppt. Danach brauchen wir insgesamt ca. 6000 Unterschriften (also noch 4000), um das Bürgerbegehren erfolgreich zu beenden und die geplanten Baumaßnahmen zur fällung der Bäume zu verhindern. Sie können uns und den Bäumen also am meisten helfen, indem sie Unterschriften sammeln (Formular anbei).
Wir sind nahe dran das Ziel zu erreichen und freuen uns über jede Unterschrift.

Zur Klärung, da Herr Becker/GAL leider traurigerweise das Ziel sowohl der Bürgerinitiative als auch des Bürgerbegehrens falsch darstellte. Der Bürgerinitiative und dem Bürgerbegehren ging und geht es um eine Planung und Durchführung eines Straßenbaus unter der Vorgabe, daß die Bäume erhalten bleiben. Weder sind wir gegen die falls noch nicht geschehene endgültige Herstellung, noch gegen die Kosten, die der Anwohner trägt.   

Genau dieses Engagement, dass uns bei vielen Mitbürgern begegnet, hätten wir gerne auch von den Bezirksvertretern erwartet. Leider ist mir bisher kein Bezirksvertreter (auch nicht von der GAL) bekannt, der unser Bürgerbegehren durch seine Unterschrift unterstützt hat. Insofern ist ihre Frage "Wo war die Grünen Fraktion" berechtigt. Was hinter verschlossenen Türen vor sich ging und wer sich dort wie eingesetzt hat, kann ich nicht sagen. Der Bürgerinitiative und gerade dem Bürgerbegehren ist jedoch keine Unterstützung zugekommen; wir haben mehrfach den uns angeblich zugewandten Politikern im Wahlkampf angeboten, gemeinsam mit uns Unterschriften zu sammeln, leider vergeblich. Die Ausreden waren zahlreich und wie ich finde auch größtenteils sehr erbärmlich.

Ich stimme Herrn Becker zu, daß die Problemdarstellung oft nicht differenziert genug ist. Da uns mittlerweile die Planungsunterlagen vorliegen, haben wir Widersprüche und Unklarheiten gefunden, bei denen sich die Frage stellt, auf welcher Grundlage hier Entscheidungen gefällt wurden... und ich hoffe, dass wir hier sachlich weiterkommen.
Bsp.
1)der Busverkehr in der Straße ist laut dem HVV kein Problem; es ist weder die Sicherheit gefährdet noch der Busverkehr maßgeblich behindert. die jetzigen Behinderungen resultieren, daraus, dass die Straße einfach nicht gepflegt wurde, d.h. ausgebessert wurde. Es gibt leider auch die Praxis, dass Straßen bewußt verkommen gelassen werden, um dann "notwendige" Baumaßnahmen zu rechtfertigen. Ich hoffe, es ist hier nicht so.
2) die Entscheidung des Bezirks wurde aufgrund einer Bewertungsmatrix erstellt, die maßgeblich von den Gutachten und der tatsächlichen Realität abweicht. So ist hier z.B. die Straße mit einem Schwerlasttransport mit 50 km/h als positiv gegenüber kleineren Beschwindigkeiten und Gewicht gewertet worden. Gleichzeitig ist einheitlich eine Geschwindigkeit von 30 km/h beschlossen worden. Klar, dass solche "Vorgaben" andere Straßenplanungen verlangen. Zudem: Einen Erhalt der Bäume als primäres Ziel wurde in der Planung bisher nicht berücksichtigt. 
3) die angesprochene gesetzliche Verpflichtung zur Herstellung der Straße ist zwar theoretisch richtig, nur fraglich was darunter verstanden wird. Nach unserer Auffassung und Prüfung ist die Straße bereits hergestellt und muß nur noch saniert werden. Das wären zwar deutlich weniger Kosten(ca. 1/5), aber aus einem anderen Topf ... und dafür ist im Bezirk abgeblich kein Geld dar.
4) nachdem 10 Jahre lang Baufahrzeuge durch die Straße gebrettert sind, ist das Argument von Bauschäden absurd. Gerade das würde für eine Baumverträgliche, schonende Sanierung der Straße sprechen und z.B. für eine Sperrung des Schwerlasttransportes. 
5) die geplanten Neupflanzungen bringen als CO2-Faktor fast nichts; man müßte mehrere tausend Bäume pflanzen, um hier auf eine neutrale CO2-belastung zu kommen. Traurig so etwas als Argument zu hören, wo sich  Hamburg für 2011 als Green Capital City beworben hat.

Soweit ein paar Punkte aus meiner Sicht. Bitte fragen sie weiter so nach und unterstützen sie uns mit Ihrer Unterschrift für eine sinnvolle Straßenplanung. Gerne geben ich Ihnen weitere Auskünfte zur Lage. 
Freundliche Grüße


 

 

Die Bürgerinitiative der Emil-Andresen-Straße hat auf das niederschmetternde Urteil der Hamburger Bürgerschaft über das Fällen der 30 großen und kerngesunden Bäume schnell reagiert und ein Bürgerbegehrenzur Rettung der Ahornbäumeangemeldet.
Damit will die Bürgerinitiative den Bezirk Eimsbüttel dazu zwingen, ihre Pläne für den Straßenausbau zu ändern und mögliche Alternativen in Betracht zu ziehen.
Jeder im Bezirk Hamburg Eimsbüttel gemeldete Wahlberechtigte hat die Möglichkeit, dieses Bürgerbegehren zu unterschreiben. Bis zum 30. September 2009 werden 2300 Unterschriften benötigt, um eine dreimonatige Schutzwirkung gegen das Fällen der Bäume zu bewirken. Unterschriftenlisten liegen in mehreren Geschäften und Institutionen im Wahlbezirk Eimsbüttel aus.

 

Bürgerbegehren "Retten Sie die Emil-Andresen-Straße!" im Bezirk Hamburg-Eimsbüttel

Die unterzeichnenden Vertrauensleute zeigen die Durchführung eines Bürgerentscheids gem. § 32 BezVG zu folgender Frage an:

Sind Sie für die Planung und Durchführung eines Straßenbaus in der Emil-Andresen-Straße in Hamburg-Lokstedt, der die zwingende Vorgabe beinhaltet, ohne Fällung der Ahornbäume auszukommen?

Ziel und Begründung des Begehrens:
Alle bisherigen Planungen für den Straßenbau in der Emil-Andresen-Straße in Hamburg-Lokstedt sehen eine Fällung und den Totalverlust aller etwa 60 Jahre alten und gesunden Ahornbäume vor allem zwischen der Hausnummern 54 und der Emil-Andresen-Straße/Julius-Vosseler-Straße vor. Dieses Bürgerbegehren fordert eine Planung und Umsetzung von Straßenbauarbeiten, die die zwingende Vorgabe beinhaltet, den gesamten etwa 60 Jahre alten Bestand an Ahornbäumen zu erhalten. Alle Planungen und Entscheidungen, die im Rahmen der Straßensanierung getätigt und getroffen werden, dürfen dieser Vorgabe nicht entgegenstehen.
Die Stadt Hamburg wird im Jahr 2011 die europäische Umwelthauptstadt „European Green Capital“. Dieser Verpflichtung muss die Stadt schon jetzt in der Emil-Andresen-Straße gerecht werden. Der jetzige CO2-Speicher, Feinstaubfilter und Lebensraum für viele zum Teil bedrohte Tierarten darf einer nur unter dem Kostenaspekt getätigten Straßenplanung nicht geopfert werden.

Dieses Bürgerbegehren fordert:  
Planung und Umsetzung von Straßenbauarbeiten OHNE Fällung der Ahornbäume in der Emil-Andresen-Straße

Das Satellitenbild von der Emil-Andresen-Straße  mit den markierten Bäumen, die gefällt werden sollen.

EinVideovon der Emil-Andresen-Straße.

Die Vision von der zukünftigen Straße

Hier als pdf zum Downladen:

Fotoseite für Bürgerbegehren mit Fotos und PLZ

Anzeige Bürgerbegehren

Unterschriftenliste Bürgerbegehren

Postleitzahlen im Bezirk Eimsbüttel

Auslegestellen der Unterschriftenlisten